Bild 1 Komplette Prüfstände werden im Kundenauftrag maßgeschneidert realisiert.
Bild 2 Die Prüfzelle für hydraulische Produkte ist softwaregesteuert. Jeder Prüfvorgang wird durch einen Barcode auf dem Prüfling initiiert. Dann beginnt der automatische Prüfvorgang.

Prüfzentrum für hydraulische Produkte
Mit dem neuen Prüfzentrum - als  End-of-Line Prüfstand - ist der Prüfvorgang für jede Produktspezifikation softwaregesteuert. Der Prüfvorgang wird durch einen Barcode auf dem Prüfling initiiert. Dabei greift die von Hänchen selbst geschriebene Prüfsoftware auf Daten aus dem ERP-System zu und stellt so so die richtigen Parameter, wie zum Beispiel Prüfdruck und Verfahrgeschwindigkeit automatisch ein. Am Ende der Prüfung werden Daten wie Druck und Geschwindigkeit in einem Prüfzertifikat durch das Programm festgehalten und im Dokumenten-Management-System (DMS) in den zugehörigen Kundenakten archiviert. Dort kann das Dokument aufgerufen und bei Bedarf an den Kunden weitergegeben werden. Jeder Prüfvorgang ist so vergleich- und reproduzierbar.  Durch eine auf die Hänchen-typischen Prüflingen speziell angepasste Aufnahme-Vorrichtung ist ein besseres und sicheres Handling möglich. Dadurch können Bauteile wie ein Hydraulikzylinder mit einem Außendurchmesser von 25 – 500 mm sicher fixiert werden. Die Länge der Prüfzelle wurde auf eine maximale Bauteillänge von 2,50 m ausgelegt. Größere Bauteile können auch außerhalb der Prüfzelle angeschlossen und geprüft werden.

Technische Daten des Prüfzentrum

  • Maximaler, exakt konfigurierbarer hydraulischer Druck bis 500 bar, mit Druckübersetzer 1.000 bar
  • Maximaler einstellbarer Volumenstrom bis 30 l/min
  • Verwendetes Öl: HLPD46

Hydraulik

  • Radialkolbenpumpen 30 kW
  • Überwachung von Öltemperatur und -niveau
  • Drucküberwachung

Elektronik

  • Touchdisplays
  • Frequenzumrichter zur Motorsteuerung
  • Beckhoff-Steuerungssystem


Sofware und Sicherheitstechnik

  • Von Hänchen erstellte Software
  • Überwachte Prüfstandstüren
  • Sicherheitskonzept gemäß PLe

Ratio-Drive® von Hänchen

  • Mehr als ein halbes Jahrhundert Hydraulik- und Dichtungskompetenz
  • Umfangreiche Erfahrungen mit hydraulischen und elektrischen Antriebssystemen
  • Erfahrungen in der systematisierten individuellen Konstruktion und Realisierung von Kundenprojekten und Maschinenelementen
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Echtzeitregelung, Messwerterfassung, Sensorik, Feldbusanbindung und Auswertung
  • Entwicklung eigener modularer Software einschließlich grafische Oberfläche für Steuerung und Regelung sowie die Kommunikation auf Prozessebene
  • Planung und Umsetzungen von Prüfmaschinen und Prüfständen
  • Umfangreiche Sicherheitskonzepte bis PLe entsprechend Maschinenrichtlinie, CE-Konformität, Sicherheitssoftware

 

Erfahrung im eigenen Haus und bei Kunden

Den Grundstein legte die interne Produktentwicklung, für die Prüfstände gebaut und entwickelt wurden. Der Schlüssel ist jahrelange Erfahrung. Jetzt bietet Hänchen komplette Prüfstände, die im Kundenauftrag maßgeschneidert realisiert werden.

Für Hänchen handelt es sich dabei um „Ratio-Drive® Projekte“, maßgeschneiderte Antriebslösungen, bei denen der Kunde nur einen Ansprechpartner für das jeweilige Projekt hat. Eine solche Lösung lässt sich durch kundendefinierte Schnittstellen nahtlos in eigene Systeme einbinden und beruht auf einem durchgängigen Konzept. Dabei spielt die Energieeffizienz eine besondere Rolle.

Wichtige Schritte auf dem Weg zum Anbieter kompletter Prüfmaschinen waren Inhouse- und Kunden-Projekte. Darin spiegelt sich eine jahrelange Entwicklung - angefangen beim Zylinderbau,  erweitert um Elektronik wie zum Beispiel Sensoren zum Messen von Weg und Kraft. Darauf  folgten dann vollständige Antriebsachsen, heute genannt Ratio-Drive®. Durch diese Erfahrungen als Systemlieferant lernte das Unternehmen aus Ostfildern bei Stuttgart, was der Markt braucht. Deshalb bietet das Unternehmen auch ganze Maschinen einschließlich Achse, Gestell und Maschinenelementen. Ein eigener Prüfstand für die effiziente und praxisnahe Prüfung von Dichtungskombinationen und Kolbenstangenoberflächen stand am Anfang. Eine derartige Prüfmaschine wurde auch für die Universität Stuttgart realisiert.

Katharina Preiß - Jörg Beyer, mediaword
© Hänchen 2017

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